GEEKOM IT15 – kleines Kraftpaket im Test

GEEKOM hat mit dem IT15 ein kleines Kraftpaket im Sortiment, welches vor allem das professionelle Umfeld ansprechen soll. Vollgepackt mit aktueller Hardware bietet man zu einem Preis von aktuell 934 Euro ein rundes Gesamtpaket an. Ob der Hersteller halten kann, was er verspricht, habe ich für euch getestet. Beim Testen hatte ich keine Vorgaben und alles, was ich schreibe, entspricht meinen persönlichen Eindrücken vom Gerät.

Große Anschlussvielfalt am IT15 – Foto: Deskmodder

Verpackung und Design:

Fleißige Leser unseres Blogs dürften den Verpackungsinhalt der GEEKOM PCs bereits kennen. Der Hersteller legt eine Halterung für den Monitor, ein HDMI-Kabel, Stromkabel und Papierkram mit in den Karton. Optisch ist der IT15 schlicht und einfach gehalten und als Farbe hat man diesmal schwarz gewählt, welche mir persönlich besser gefällt als grau. Die Verarbeitungsqualität ist wie gewohnt ohne jeden Tadel. Man sieht weder irgendwelche Kratzer, noch finden sich andere Mängel am Gerät. Insgesamt macht das Gerät optisch einen sehr guten Eindruck.

Technische Spezifikationen in Kurzfassung:

  • Intel Core Ultra 9 285H
  • 32 GB DDR5 Arbeitsspeicher
  • 1 TB M.2 SSD als interner Speicher
  • Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4
  • 2.5 GBit LAN, 6x USB, 2x HDMI und 1x SD-Kartenleser

Arbeiten mit Adobe Lightroom und Premiere Pro:

Weil sich das Gerät hauptsächlich an professionelle Anwender richtet, fokussiere ich mich in meinem Test hierauf. Dabei habe ich große 4K HDR Videos bearbeitet und RAW-Fotos in Lightroom exportiert. Für letzteres wollte ich das neue LCR AI Denoise Feature testen, bei dem Fotos nach der Bearbeitung weniger rauschen sollten.

Arbeiten mit Lightroom – Foto: Björn Wagener

Um den Rechner in die Knie zu zwingen, habe ich absichtlich übertrieben, weil ich sehen wollte, was der so auf dem Kasten hat. Hierzu habe ich 128 RAW-Dateien bearbeitet und anschließend zeitgleich exportiert. Bis zum Abschluss des Exports verging etwa 1 Minute und 30 Sekunden, was für diese Menge beachtlich ist. Während dem Export lief die CPU auf Vollast und der Arbeitsspeicher füllte sich schnell auf 95 %. Abstürze gab es während der Verwendung zu keiner Zeit. Einziges Manko war auf jeden Fall der Lüfter. Dieser war trotz Musik im Hintergrund deutlich zu hören. Erst nach mehreren Minuten im „Idle“, also ohne Aufgabe, wurde dieser wieder leiser. Kopfhörer mit Rauschunterdrückung können den Lüfter auf jeden Fall übertönen und ausblenden.

Eine Vielfalt an Bearbeitungsmöglichkeiten – Foto: Björn Wagener

Als Nächstes habe ich die Denoise AI in Lightroom Classic getestet. Diese sorgt für weniger Rauschen in Fotos. Hier ein ähnliches Extrem wie schon im vorherigen Programm. 128 RAW-Fotos sollen gleichzeitig „entrauscht“ werden. Anfangs lief noch alles gut und das Programm hat mit der Bearbeitung begonnen. Nach ein paar Sekunden ließ sich allerdings nicht mal mehr das Snipping Tool oder der Taskmanager öffnen und das Programm reagierte nicht mehr. Hier muss man allerdings erwähnen, dass sehr wenige eine große Anzahl an Fotos gleichzeitig bearbeiten werden. Die, die es doch tun, werden wahrscheinlich noch potentere Hardware verwenden.

Lightrooms Denoise AI zwingt den IT15 in die Knie – Foto: Björn Wagener

4K HDR Export mit Adobe Premiere Pro:

Wenn wir schon dabei sind, den Rechner in die Knie zu zwingen, darf natürlich auch kein 4K Videoexport fehlen. Hier habe ich ein 20 Sekunden Video mit folgenden Details aufgenommen:

  • 4K Videoaufnahme
  • 60 Bilder pro Sekunde
  • HDR (High Dynamic Range)
  • ProRes Apple
  • 1,7 GB Dateigröße

Das Ganze habe ich dann erstmal in Premiere Pro gepackt und bearbeitet. Die Timeline lief dabei jederzeit ohne Probleme, auch bei voller Auflösung in der Vorschau. Der Mauszeiger gleitet über den Bildschirm und das Bearbeiten des Videos hat Spaß gemacht, weil es für den IT15 überhaupt kein Problem war. Nach der Bearbeitung habe ich das Video dann mit denselben Details wie oben genannt exportiert. Im Gegensatz zu Lightroom Classic hat man den Lüfter beim Export kaum gehört und auch Abstürze des Programms gab es nicht. Hier macht der IT15 also einen echt guten Job. Aufwändiges 8K Material im LOG-Format sollte bei dem Gerät dadurch keine Umstände machen, auch wenn er bei dieser Art von Material wahrscheinlich ins Schwitzen kommen wird.

Premiere Pro Rohschnitt – Foto: Deskmodder

Gaming mit dem IT15:

Da der Mini PC eine sehr üppige Ausstattung hat, habe ich mich auch an leichtem Gaming versucht. Es ist zwar keine externe Grafikkarte verbaut, aber die integrierten Grafikeinheiten von CPUs sind mittlerweile so gut, dass auch Gelegenheitsspieler in den Genuss kommen sollten. Für meinen Test habe ich eine Hand von Spielen getestet:

  • Minecraft
  • GTA V
  • Cyberpunk 2077
  • Sons of the Forest

Grundsätzlich liefen alle Spiele sehr gut. Minecraft konnte man dank 32 GB DDR5 Arbeitsspeicher auch ohne Probleme mit zusätzlichen Inhalten (Modpacks) spielen. Das Spiel lief mit höchsten Einstellungen stets mit über 200 FPS. Installiert man sich über Curseforge verschiedene Mods, kann man das Spielerlebnis erweitern. Das Paket „All the Mods“ enthält über 100 Mods mit zahlreichen, neuen Inhalten. Selbst das hat den Rechner kaum berührt und er renderte das Spiel mit weit über 60 FPS.

Klein, aber fein: der IT15 – Foto: Deskmodder

Bei GTA V, Cyberpunk 2077 und Sons of the Forest liefert das kleine Kraftpaket in mittleren Grafikeinstellungen stets über 60 FPS. Hohe oder sehr hohe Grafikeinstellungen zwingen den Rechner durch fehlender Grafikkarte etwas in die Knie. Der Lüfter ist beim Spielen spürbar hörbar und fast schon „zu laut“. Hier ist das kleine Gehäuse des Gerätes leider ein Nachteil und auch nicht unbedingt vorteilhaft für die Wärmeabfuhr. Der IT15 wurde zwar nur handwarm, aber ob das Gerät bei regelmäßigem Spielen ein ganzes Jahrzehnt durchhält, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt bedauerlicherweise nicht sagen.

Testfazit:

Der GEEKOM IT15 ist trotz der kompakten Bauform ein kleines Kraftpaket. An verbauter Hardware wurde nicht gespart und auch die Verarbeitungsqualität zeigt keine Auffälligkeiten. Aktuell kostet der Rechner auf der Herstellerseite 929 Euro, was für eine gute Preis-Leistung spricht. Auf Amazon könnt ihr den IT15 ebenfalls zum selben Preis bestellen. Hierüber unterstützt ihr unsere Arbeit und bezahlt dabei keinen Cent mehr. Abschließend würde ich sagen, bietet der IT15 den meisten von euch alles, was man braucht, um ein vollwertiger Mini PC für den professionellen Einsatz zu sein. Ob leichtes Spielen oder anspruchsvolle Produktivität: mit dem Gerät werdet ihr auf jeden Fall glücklich.

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14 Kommentare zu “GEEKOM IT15 – kleines Kraftpaket im Test

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