Deskmodding - welche Programme - *nix Ausgabe

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Wir von der "Dunklen Seite" (nicht vergessen: wir haben Kekse!) haben noch ein bisschen mehr Auswahl an kleinen Programmen und Tools als die Fensterfraktion. Allerdings sind diese meist leider sehr unbekannt, und liegen irgendwo in irgendwelchen Foren vergraben.

Also soll hier langsam eine Übersicht entstehen.

Wichtig!
Natürlich gilt auch bei den Programmen hier das gleiche wie für alle anderen in der *nixwelt - Zuerst nachgucken ob's schon Pakete in den Repos der Distro gibt bevor ihr sie selbst kompiliert!
Linux-auswahl.png


Taskleisten/Panels

Jeder kennt die Panels der großen DEs; Gnome-panel, xfce4-panel, KDEs Plasma. Darauf möchten wir hier nicht weiter eingehen, sondern eine Liste mit Alternativen liefern.


Tint2

Tint2
SVN Snapshot

Tint2 ist eine sehr einfache, leicht skinnbare Taskleiste, mit Unterstützung für Uhr, Benachrichtigungsbereich, Schnellstartleiste und auf Wunsch auch einer pro-Workspace geteilten Taskleiste.

Lizenz: GNU GPL v2

Download: Tint2 bei Google Code

Fazit:

Einfache Einstellung via Textdatei, oder auf Wunsch gibt es inzwischen auch eine Anwendung mit GUI. Leider keine Unterstützung für Grafiken, aber der sehr einfache Stil passt sehr gut zu einfachen WMs, wie z.B. Openbox


bmpanel2

bmpanel2
Default Theme

Auch sehr einfache Leiste, diesmal mit Unterstützung für Grafiken, dafür aber mit einer etwas komplizierteren Konfiguration, und ohne GUI-Dialog zum einstellen. Ansonsten diese Features: Pager, Taskleiste, Benachrichtigungsfeld, Uhr, Schnellstartbuttons.

Lizenz: MIT

Download: bmpanel2 bei Google Code

Fazit:

Was Tint2 für Openbox ist, ist bmpanel2 für PekWM, und andere leichte WMs.


ADeskBar

ADeskBar
© OMG Ubuntu

Eine Mischung aus Taskleiste/Panel und Dock. Menü, Schnellstarter, Taskleiste, Uhr, Aufklappterminal, "Stacks" (mehrere Programme unter einem Icon), Benachrichtigungsfeld, Uhr, Sitzungssteuerung, und noch ein paar andere Dinge gehören zum Funktionsumfang.

Lizenz: ???

Download: Homepage (Französisch)

Links: OMG Ubuntu

Fazit:

Noch nicht probiert, kann ich also nichts drüber sagen. Könnte nur davon berichten was ich gehört habe, aber sowas tue ich nicht gerne. Falls jemand Erfahrungen mit diesem Program hat, bitte hier eintragen.


PyPanel

PyPanel
© Adam Miller

Macht alles was man von einem Panel erwartet: Pager, Taskleiste, Benachrichtigungen, Uhr, Schnellstarter.

Lizenz: GNU GPL v2

Download: SourceForge

Links:

Homepage

urukrama

Bemerkungen: Letzte Veröffentlichung ist von 2005

Fazit:

Nicht besonders hübsch, aber funktioniert wunderbar.


LXPanel

LXPanel
© Mario Behling

Das Panel vom kleinen DE LXDE, allerdings auch alleine verwendbar. Basiert auf fbpanel, hat sich allerdings mit der Zeit mehr oder weniger zu einem kompletten Re-write entwickelt.

Wie die "Großen" (Gnome-panel, etc.) erzeugt LXPanel automatisch ein Startmenu aus installierten Programmen.

Der Funktionsumfang beinhaltet ein Startmenu, Schnellstarter, eine Taskleiste, Benachrichtigungsfeld, Uhr, einen "Run"-Dialog, ein GUI-Tool für Konfiguration, eine API für Plugins, und eine Option für ein zweites Panel (wie Gnome).

Lizenz: GNU GPL v2

Download: SourceForge

Links:

Homepage

LXPanel - LXDE Wiki

Fazit:

Wie viele Komponenten von LXDE kombiniert LXPanel super Benutzerfreundlichkeit, einen großen Funktionsumfang, und einen ressourcenschonenden Footprint


fbpanel

fbpanel
© Anatoly Asviyan
© Anatoly Asviyan

Der "Opa" vom LXPanel, wieder mit einem riesen Funktionsumfang: Menü, Schnellstarter, Taskleiste, Benachrichtigungsfeld, Uhr, CPU-, RAM-, Netzwerk- und Batterieüberwachung, Lautstärkeregler, und mehr.

fbpanel verwendet wie Gnome- und Xfce-panel voll und ganz die GTK+ Library zum erstellen seiner Oberfläche, d.h. es passt sich wunderbar jedem GTK-Theme an.

Lizenz: ???

Download: SourceForge

Links:

Homepage

Fazit:

Sehr leicht. Nicht sehr viele Optionen was Skinning angeht ohne GTK-Themes zu bearbeiten (und folglich ersteinmal zu lernen), aber ansonsten großer Funktionsumfang. Schon ein bisschen länger dabei, aber immer noch relativ aktiv weiterentwickelt, ist es immer noch einer der Favoriten von vielen Usern leichter Standalone-WMs.


PerlPanel

PerlPanel
PerlPanel ist eigentlich ein nur ein Container für verschiedene kleine Applets (z.Z. werden 39 von diesen mitgeliefert). Ausserdem gibt es auch Konfigurationsmenü, damit man den Überblick nicht so schnell verliert.

Lizenz: GNU GPL v3

Download: Savannah CVS

Links:

Savannah

ManPage auf DigiPedia

Fazit:

Leider sind nicht viele Informationen über dieses Programm zu finden, aber das bisschen daß man findet deutet darauf hin daß viele Leute begeistert sind...


Docks

Docks werden zusammen mit mein-Gnome-sieht-aus-wie-Mac OS X immer beliebter. Eine Übersicht gibt's exklusiv auf DM.de!


AWN (Avant Window Navigator)

AWN (Avant Window Navigator)
cc-by-sa AWN Team
© albyrock87
© albyrock87

Eines der älteren noch aktiv weiterentwickelten Docks. 2D/3D Darstellung, viele Plugins (aka. Applets), sehr umfangreiche, aber trotzdem einfache Konfiguration. Seit Version 0.4 kann AWN auch als Panel fungieren.


Lizenz: GNU GPL v2


Download: AWN Wiki Installationsanweisung


Links:

AWN Wiki

Launchpad

Forum


Fazit:

Ist und bleibt des Authors Favorit. AWN ist schnell, einfach, hat eine große Auswahl an Applets, ist einfach zu skinnen, und wunderbar simpel in der Handhabung



ADeskBar

Siehe ADeskBar (Taskleiste)


Cairo/GLX-Dock

Cairo/GLX-Dock
© glx-dock
© glx-dock
© glx-dock

AWNs ewiger Konkurrent. Im Funktionsumfang geben die Beiden sich recht wenig. Vor allem da Cairo/GLX-Dock, so wie auch AWN, Plugins unterstützt, die Funktionen sind also beliebig erweiterbar. Allerdings hatte Cairo/GLX-Dock schon immer zumindest in der Anzahl der Effekte die Nase vorne.

Lizenz:

GNU GPL v3


Download:

Cairo/GLX-Dock Wiki


Links:

Screenshots

Plugins

Launchpad


Fazit:

Eigentlich sehr umfangreiches Dock, allerdings hatte der Author mit dieser Software bis jetzt nur Stabilitätsprobleme.



Docky/Docky2

Docky/Docky2
© UbuntuUsers
© Docky Team

Eher ein Newcomer unter den Linuxdocks startete Docky sofort auf Erfolgszug. Anfänglich Teil von Do wurde es abgespalten, da es mehr und mehr an Funktionalität zunahm, und sich dadurch immer weiter vom eigentlichen Projekt entfernte.

Im Funktionsumfang unterscheidet Docky sich nicht von den anderen hier vorgestellten Docks - Durch Plugins ist wieder alles möglich. Zusätzlich finden sich in der Wiki des Projekts noch einige Tipps für Leute die etwas tiefer in die Materie einsteigen wollen (z.B. die Möglichkeit einen "Kiosk-Modus" einzustellen).

Lizenz:

GNU GPL v3


Download:

Launchpad


Links:

Offizielle Seite

UbuntuUsers Wiki


Fazit:

Sehr stabiles, leichtes, und konfigurierbares Dock, welches zunehmend an Popularität gewinnt. Erinnert sowohl im Aussehen, als auch in der Benutzung stark an AWN.



Wbar

Wbar
© Benjamin Stocker-Zaugg

Einer der Oldies. Wbar war set 2007 Abandonware, wurde aber dann doch wieder aufgenommen, und hat im Januar 2011 Version 2.x spendiert bekommen. Verglichen mit den anderen Docks ist Wbar sehr einfach gestrickt. Es gibt keine Plugins, alles was die Software kann ist eines: Programme starten. Es gibt auch nur eine Art von Animation - der "Lupeneffekt", bekannt von Apples Dock. Konfiguration geschieht durch eine Textdatei.

Im Gegensatz zu den anderen Docks hier braucht Wbar auch kein Compositing, es kann daher auch in leichten WMs wie z.B. Openbox genutzt werden, ohne daß es xcompmgr oder cairocompmgr benötigt.

Lizenz:

GNU GPL v2


Download:

Google Code


Fazit:

Hier ist das beste und größte Feature eindeutig die Abwesenheit sämtlicher Features. Da es nicht viel kann, hat es auch nicht viele Abhängigkeiten (nur zwei, um genau zu sein), hält also das ganze System klein und sauber. Wer ein voll konfigurierbares Dock sucht, das alles kann, und einen Haufen Plugins hat sollte lieber ein anderes nehmen. Wer einfach nur einen kleinen, sehr stabilen Programmstarter braucht - zuschlagen!



Helfer

Alle Einstellungen können durch einfaches Bearbeiten der richtigen Datei vorgenommen werden (alles ist eine Datei in *nix), und während es genug Leute gibt die auf soetwas abfahren, kann es für andere recht nervig werden.

Während die DEs alle ihre Einstellungsfenster haben, muß für einen einfachen WM soetwas manuell installiert werden.

GTK

LXAppearance

LXAppearance
Wie auch das oben genannte LXPanel kommt LXAppearance aus der LXDE-Schmiede. Eigentlich ist es nichts anderes als eine GUI für die .gtkrc-2.0 Datei (LXAppearance macht tatsächlich nichts anderes als in diese Datei zu schreiben). Alles was es einzustellen gibt kann dieses Programm: GTK-Themes, Iconthemes; Schriftarten, Farben, und Erscheinungsbild der Werkzeugleisten.

Seit neustem unterstützt es auch Plugins, so existiert z.B. ein Plugin für Openbox, damit kann dann auch gleich das Openbox-Theme geändert werden, ohne daß Obconf benötigt wird.

Lizenz: GNU GPL v2

Download: SourceForge

Fazit:

Die Allround-Lösung. Eigentlich gibt es nichts an diesem Tool auszusetzen. OK, ein paar die-hard Minimalismus-Fans werden es Bloat nennen, aber auf die muß man nicht hören.


gtk+ 2.0 Change Theme

gtk+ 2.0 Change Theme
© Aristotle Pagaltzis

gtk+ 2.0 Change Theme ist ein sehr kleines Programm, und hat nur eine Funktion. Nämlich GTK-Themen zu wechseln. Und das macht es zuverlässig.

Lizenz: ???

Download: Download

Fazit:

Hier gibt es nun wirklich nicht viel zu sagen: Das Programm hat nur eine einzige Funktion, welche es auch wunderbar erfüllt. Persönlich würde ich aber eher zu LXAppearance raten, da hat man wenigstens gleich eine Komplettlösung.


Wallpaper

Nitrogen

Nitrogen
© Dave Foster

Nitrogen ist ein kleines, praktischen Programm um das Wallpaper zu wechseln. Nitrogen ließt den Inhalt eines Verzeichnis' ein, und zeigt dann eine Liste aller verfügbaren Bilder in einer Liste mit Thumbnail an.

Nitrogen über CLI auch dazu gebracht werden das letzte gewählte Bild als Hintergrund zu verwenden, so daß der Befehl z.B. beim Starten der GUI ausgeführt werden kann.

Lizenz: GNU GPL v2

Download: l3ib.org

Fazit:

Ein wunderbar praktisches Programm. Wenn man unbedingt einen "Wallpaper-Manager" braucht ist man mit Nitrogen bestens bedient.


gempaper

gempaper
cc-by-nc-sa Christian Brassat, aka. crshd // moo

gempaper ist ein kleines CLI-Tool von unserem eigenen Moo geschrieben. Es verwendet Ruby und Rubys Implementation von ImageMagick (RMagick) um ein Verzeichnis mit Bildern durchzuforsten, das gewünschte Bild auf die richtige Größe zuzuschneiden, und um Schatten für die Panels des WMs hinzuzufügen, um es dann via feh als Hintergrundbild zu setzen. Man kann entweder eine bestimmte Datei im Verzeichnis auswählen, oder einfach keine angeben, dann entscheidet das Programm selber, basierent auf einer zufällig generierten Zahl. Dieses Feature macht gempaper den perfekten Partner für Cron, man kann einen Cronjob anlegen, der in einem festgelegten Intervall das Programm aufruft, um so eine automatische Rotation zu erstellen.

Das generierte Bild wird unter ~/.wallpaper.png gespeichert, so daß es beim Systemstart einfach mit feh gesetzt werden kann.

Lizenz: MIT

Download: GitHub

Fazit:

Da der Author dieses Artikels auch gleichzeitig der Author des Programmes ist, enthält er sich hier jedes Kommentares, um die Neutralität nicht ins Wanken zu bringen.


Systemüberwachung

Conky

Conky
© Conky Team
© arpbook

Conky ist der wohl bekannteste Systemmonitor in der Welt des Pinguins. Von Haus aus hat Conky schon eine Menge eingebauter Meter, und kann auch durch eigene, mehr oder weniger umfangreiche, Skripte erweitert werden.

Conky macht so ziemlich alles möglich, von einfachen One-linern bis hin zu völlig verrückten Raumschiff-Enterprise würdigen Kontrollzentren, vor allem seit dem Unterstützung für LUA-Skripte hinzugefügt wurde.

Lizenz: GNU GPL v3

Download: Webseite

Fazit:

Conky kann so ziemlich alles was man erwartet. Allerdings kann die Konfiguration manchmal recht anstrengend werden.

Dzen

Dzen
cc-by-nc-sa Christian Brassat, aka crshd//moo
Lautstärkeregler, Weechat Benachrichtigung (links), Anzeigen (rechts)

Dzen ist ein etwas anderer Systemmonitor. Dzen hat keine Konfiguration, die angezeigten Daten werden duch ein Skript direkt an das Programm weitergereicht, was unendliche Möglichkeiten gibt. Fast. Zugegeben; Dzen kann nur Anzeigen in leisten(-ähnlicher) Form erstellen. Dafür aber mit Bereichen die auf-/zuklappen können und klickbaren Bereichen. Ausserdem können die Skripte in jeder beliebigen Sprache geschrieben werden, es ist also für jeden etwas dabei.

Lizenz: ???

Download: Website

Links: Wiki

Fazit: Wie auch bei Conky ist das Erstellen von Anzeigen manchmal recht mühsam, es empfiehlt sich auf jeden Fall die Wiki zu lesen, dort werden einige fertige Skripte vorgestellt.

Dieses Tutorial wurde ursprünglich verfasst von Moo.