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AnalysePC – Windows-PC automatisch analysieren und Probleme erkennen

Verfasst: 26.08.2026, 09:49
von malekalmorte
Hallo zusammen,

ich bin Malekal und betreibe seit vielen Jahren die französische Website malekal.com, die sich hauptsächlich mit Windows, PC-Diagnose, Fehlerbehebung und IT-Sicherheit beschäftigt.

Im Rahmen dieser Arbeit entwickle ich auch eigene Tools. Heute möchte ich euch eines davon vorstellen: AnalysePC.

Was ist AnalysePC?

AnalysePC ist ein kostenloses Diagnosewerkzeug für Windows.

Das Ziel ist, möglichst viele für eine PC-Diagnose relevante Informationen automatisch zu sammeln, auszuwerten und anschließend in einem übersichtlichen HTML-Bericht darzustellen.

Die Idee entstand aus einem Problem, das wahrscheinlich viele kennen:

Wenn ein PC langsam ist, abstürzt, Freezes zeigt oder sich ungewöhnlich verhält, muss man oft Informationen aus vielen verschiedenen Windows-Tools zusammensuchen.

AnalysePC versucht, diesen ersten Schritt zu vereinfachen und möglichst viele dieser Informationen an einer Stelle zusammenzuführen.

Einige Beispiele für Berichte:
Header-DE.jpg

Was wird analysiert?

Unter anderem werden Informationen zu folgenden Bereichen gesammelt und ausgewertet:
  • CPU, RAM, Grafikkarte und Mainboard
  • SSD/HDD und SMART-Daten
  • Temperaturen und Hardware-Sensoren
  • Windows-Version und Systemkonfiguration
  • Treiber und Geräte
  • Windows-Ereignisse und Systemfehler
  • BSODs und Minidumps
  • LiveKernel-Ereignisse
  • DPC-/ISR-Latenzen und auffällige Treiber
  • Netzwerk
  • Performance und mögliche Systemauffälligkeiten
Dabei soll AnalysePC nicht nur technische Rohdaten anzeigen.

Der Bericht versucht auch, auffällige Werte oder mögliche Probleme hervorzuheben und dem Benutzer Hinweise zu geben, welche Punkte genauer untersucht werden sollten.
Analysis-DE.jpg

Für Anfänger und erfahrene Benutzer

Ein wichtiges Ziel des Projekts ist für mich, zwei Dinge miteinander zu verbinden:
  • genügend technische Informationen für eine echte Diagnose,
  • aber gleichzeitig einen Bericht, der auch für weniger erfahrene Windows-Benutzer verständlich bleibt.
Natürlich kann ein automatisches Tool nicht jede Ursache eines Problems sicher erkennen.

AnalysePC soll daher vor allem dabei helfen, schneller die relevanten Spuren zu finden und die weitere Fehlersuche zu erleichtern.

Deutsch, Englisch und Französisch

AnalysePC und die erzeugten Berichte sind derzeit auf Deutsch, Englisch und Französisch verfügbar.

Die deutsche Übersetzung ist allerdings noch relativ neu und wird aktuell weiter überarbeitet.

Es ist deshalb möglich, dass an einigen Stellen noch französische Texte, Übersetzungsfehler oder etwas unnatürliche Formulierungen auftauchen.

Falls ihr so etwas entdeckt, könnt ihr es gerne hier melden. Solche Rückmeldungen helfen mir sehr, die deutsche Version zu verbessern.

Feedback ist willkommen

AnalysePC wird aktiv weiterentwickelt und viele Funktionen sind aus realen Fällen entstanden, bei denen wir versucht haben, Windows-Probleme zu diagnostizieren.

Deshalb würde mich besonders das Feedback der Deskmodder-Community interessieren.

Wenn ihr AnalysePC ausprobiert und dabei
  • einen Fehler findet,
  • eine falsche Erkennung bemerkt,
  • Probleme mit dem Bericht habt,
  • eine schlechte deutsche Übersetzung entdeckt
  • oder eine Information vermisst, die für die Diagnose hilfreich wäre,
könnt ihr das gerne hier im Thread schreiben.

Download / weitere Informationen: AnalysePC herunterladen

Vielen Dank fürs Testen und für eure Rückmeldungen!

Viele Grüße
Malekal

Re: AnalysePC – Windows-PC automatisch analysieren und Probleme erkennen

Verfasst: 26.08.2026, 14:43
von g-force
Ich bin da etwas skeptisch. Hier mein Untersuchungsergebnis mit CODEX (ChatGPT):
## Zusammenfassung der Untersuchung

`Malekal-Optimisation-Center` erscheint als legitimes Diagnoseprogramm und nicht als offensichtliche Malware. Die Herkunft des ZIPs verweist auf `analysepc.malekal.com`; alle 237 extrahierten Dateien stimmen bytegenau mit dem Archiv überein.

Wesentliche Risiken:

- Das Programm läuft mit Administratorrechten und umgeht die PowerShell-Ausführungsrichtlinie.
- Mehrere zentrale Skripte und Eigenprogramme sind nicht digital signiert.
- Es lädt zusätzliche Werkzeuge herunter. MFTECmd, Smartmontools und `dotnet-install.ps1` werden nicht ausreichend per Hash oder Signatur abgesichert.
- PawnIO samt Kernel-Treiber wird bei der ausführlichen Analyse automatisch installiert.
- Die Analyse führt CPU-, GPU- und RAM-Belastungstests durch und ändert vorübergehend den Energiesparplan.
- Berichte werden automatisch an
`https://analysepc.malekal.com/api/upload.php`
übertragen.

Übertragene Daten können unter anderem Rechnername, Hardwarekennungen und Seriennummern, Benutzerkonten, Profilpfade, laufende Prozesse und Kommandozeilen, installierte Programme, Browsererweiterungen sowie Netzwerkdaten enthalten.

Die eigentlichen gespeicherten Browserpasswörter werden nach dem untersuchten Code nicht ausgelesen. Es werden nur Anzahlen gespeicherter Anmeldungen, Cookies und Verlaufseinträge erfasst. Zugangsdaten könnten jedoch unbeabsichtigt über Prozess- oder Autostart-Kommandozeilen in den Bericht gelangen. Die eingebaute Maskierung deckt nicht jede mögliche Darstellung ab.

Gesamturteil: Keine eindeutigen Malware-Merkmale, aber ein hohes Datenschutz- und Lieferkettenrisiko. Auf produktiven oder sensiblen Rechnern sollte kein Onlinebericht erstellt werden. Wenn ein Test erforderlich ist, dann nur in einer bereits vorhandenen, entbehrlichen Testumgebung ohne vertrauliche Zugangsdaten. Ein lokaler Virenscan war nicht möglich, weil Microsoft Defender auf dem untersuchten System gestoppt ist.

Re: AnalysePC – Windows-PC automatisch analysieren und Probleme erkennen

Verfasst: 26.08.2026, 17:08
von malekalmorte
Ich verstehe dein Misstrauen, da ich hier und im deutschen Internet unbekannt bin und dies mein erster Beitrag ist.

Einige der genannten Punkte sind vollkommen korrekt. Ich möchte aber etwas genauer erklären, warum bestimmte Dinge so umgesetzt sind und welche Daten AnalysePC tatsächlich verarbeitet.

Administratorrechte und PowerShell

MOC bzw. AnalysePC benötigt Administratorrechte, weil ein Teil der Hardware- und Windows-Diagnose ohne erhöhte Rechte entweder nicht oder nur unvollständig möglich wäre.

Das betrifft beispielsweise bestimmte Systeminformationen, Ereignisprotokolle, Treiber, Hardwaredaten und einige Diagnosefunktionen.

Dass PowerShell mit einer angepassten Execution Policy gestartet wird, dient dazu, die mitgelieferten Analyse-Skripte zuverlässig ausführen zu können. Es geht dabei nicht darum, die Windows-Sicherheit dauerhaft zu verändern.

Warum sind die EXE-Dateien nicht digital signiert?

Das ist ebenfalls korrekt: Meine eigenen EXE-Dateien sind derzeit nicht digital signiert.

Der Grund ist relativ banal: Code-Signing-Zertifikate sind für ein kostenloses, privat entwickeltes Projekt vergleichsweise teuer – insbesondere die heute für einen guten SmartScreen-Ruf interessanten Zertifikate.
Ich schätze, das dürfte bei etwa 200 Euro im Monat liegen.

Die fehlende Signatur bedeutet also nicht, dass die Dateien aus einer unbekannten Quelle stammen. Es sind Hilfsprogramme, die speziell für MOC bzw. AnalysePC erstellt wurden.

Die EXE-Dateien dienen im Wesentlichen dazu, bestimmte Aufgaben zu übernehmen, die sich über reine Batch-/PowerShell-Skripte weniger zuverlässig oder weniger sauber erledigen lassen.

Sie enthalten keine versteckten Funktionen zur Fernsteuerung oder Ähnliches.

Im Anhang dieser Nachricht finden Sie die Beschreibung der ausführbaren Dateien

PawnIO / LibreHardwareMonitor

PawnIO ist kein von mir entwickelter Kernel-Treiber.

Er stammt aus dem Umfeld von LibreHardwareMonitor und wird benötigt, damit LibreHardwareMonitor auf bestimmte Low-Level-Hardwareinformationen und Sensoren zugreifen kann.
Wenn du LibreHardwareMonitor startest, wird dir angeboten, diesen Treiber zu installieren.

AnalysePC verwendet LibreHardwareMonitor insbesondere für Hardware- und Sensordaten.

Das erklärt auch, warum PawnIO während einer ausführlichen Hardwareanalyse auftaucht.

Pfade und Benutzernamen

Hier muss man zwischen Pfaden und Zugangsdaten unterscheiden.

AnalysePC liest durchaus Dateipfade aus.

Das ist beabsichtigt und für verschiedene Diagnosefunktionen notwendig. Ein sehr offensichtliches Beispiel ist die Analyse der Speicherplatzbelegung: Ohne die Pfade der Dateien und Verzeichnisse wäre es kaum möglich zu zeigen, wo Speicherplatz verwendet wird.

Auch bei Autostarts, Prozessen, Diensten, Treibern usw. kann der Pfad für die Diagnose relevant sein.

Passwörter oder gespeicherte Browser-Zugangsdaten werden dagegen nicht ausgelesen.

Auch die Analyse oben kommt zu diesem Ergebnis.

Bei Browsern werden beispielsweise statistische Informationen erfasst, nicht die gespeicherten Passwörter selbst.

Der Hinweis, dass theoretisch ein Passwort oder Token Bestandteil einer Prozess-Kommandozeile sein könnte, ist grundsätzlich richtig. Das wäre dann allerdings kein gezieltes Auslesen von Zugangsdaten, sondern ein Wert, den die betreffende Anwendung selbst in ihrer Kommandozeile hinterlegt hat.

AnalysePC maskiert bereits verschiedene sensible Informationen. Dass man diese Filterung noch weiter verbessern kann, ist ein Punkt, den ich mir ansehen werde.

Wenn jemand einen konkreten Fall findet, bei dem tatsächlich Zugangsdaten im HTML-Bericht erscheinen, interessiert mich das natürlich sehr. Momentan ist mir ein solcher Fall nicht bekannt.

Seriennummern und Hardware-IDs

Hardwareinformationen wie Modellbezeichnungen, Geräteinformationen und teilweise auch Seriennummern können für eine Diagnose relevant sein.

Das gilt zum Beispiel bei SSDs, Mainboards oder anderen Geräten, bei denen eine genaue Identifikation benötigt wird.

Das bedeutet aber nicht, dass daraus Benutzerkonten oder Zugangsdaten gewonnen werden.

Upload der Analyse und übertragene Daten

Ja, der erzeugte Bericht wird an

Code: Alles auswählen

https://analysepc.malekal.com/
übertragen.

Das ist Bestandteil des Funktionsprinzips von AnalysePC, damit der Benutzer anschließend einen Bericht erhält, den er beispielsweise in einem Forum oder mit einer Person teilen kann, die ihn bei der Fehlersuche unterstützt.

Wichtig ist dabei auch, dass sich relativ einfach überprüfen lässt, welche Daten tatsächlich übertragen werden.

Die für den Bericht verwendeten Daten werden lokal im Ordner

Code: Alles auswählen

Reports
gespeichert. Dort befindet sich auch das ZIP-Archiv mit den gesammelten Informationen.

Man kann dieses ZIP also vor dem Upload selbst öffnen und kontrollieren, welche Daten AnalysePC gesammelt hat und welche Informationen Bestandteil des Berichts sind.

Es gibt damit keine separate „versteckte“ Datensammlung, die nur an den Server geschickt wird und für den Benutzer nicht einsehbar wäre.

Zusätzlich sollen die hochgeladenen Berichte nicht von Suchmaschinen indexiert werden.

Das lässt sich ebenfalls überprüfen: Die Berichtseiten enthalten entsprechende Robots-Anweisungen, und auch die

Code: Alles auswählen

robots.txt
verhindert die Indexierung der Analyseberichte.

Natürlich gilt trotzdem: Wer den Link zu seinem Bericht beispielsweise in einem öffentlichen Forum veröffentlicht, macht diesen Link dadurch selbst öffentlich zugänglich.

Upload der Analyse

Ja, der erzeugte Bericht wird an

Code: Alles auswählen

https://analysepc.malekal.com/
übertragen.

Das ist kein versteckter Upload, sondern Bestandteil des Funktionsprinzips von AnalysePC: Der Benutzer erhält dadurch einen Bericht, den er beispielsweise in einem Forum oder gegenüber einer Person, die ihm beim Troubleshooting hilft, weitergeben kann.

Wichtig ist dabei ein Punkt, der in der Analyse nicht berücksichtigt wurde:

Die Analyseberichte sollen nicht von Suchmaschinen indexiert werden.

Das lässt sich auch direkt überprüfen.

Die Berichtseiten enthalten entsprechende Anweisungen für Suchmaschinen bzw. Robots, und zusätzlich gibt es Regeln in der

Code: Alles auswählen

robots.txt
, die eine Indexierung durch Suchmaschinen verhindern.

Ein Analysebericht soll also nicht irgendwann über eine Google- oder Bing-Suche nach einem Rechnernamen auffindbar sein.

Natürlich gilt unabhängig davon: Wer einen Link zu seinem Bericht veröffentlicht, beispielsweise in einem öffentlichen Forum, macht diesen Link damit selbst öffentlich zugänglich.

Downloads von Drittanbieter-Werkzeugen

Auch die Kritik bezüglich der Integritätsprüfung heruntergeladener Drittanbieter-Komponenten ist nachvollziehbar.

MOC verwendet verschiedene etablierte Werkzeuge für bestimmte Diagnosen, anstatt für alles eine eigene Implementierung zu schreiben.

Dazu gehören beispielsweise smartmontools, MFTECmd und Komponenten rund um LibreHardwareMonitor.

Eine zusätzliche Hash- bzw. Signaturprüfung bei Downloads wäre eine sinnvolle weitere Absicherung der Supply Chain. Diesen Punkt halte ich deshalb für einen berechtigten Verbesserungsvorschlag.

Stress Tests und Energieprofil

Auch das ist beabsichtigt.

Bei einer ausführlichen Analyse können CPU, GPU und RAM gezielt belastet werden, weil sich bestimmte Probleme erst unter Last zeigen:
  • zu hohe Temperaturen
  • Thermal Throttling
  • instabile Hardware
  • ungewöhnliche Taktraten
  • Leistungsprobleme
Daher ist eine solche Belastung Teil der Diagnose und kein unerwarteter Nebeneffekt.

Zum Gesamtrisiko

Ich verstehe vollkommen, warum eine statische Sicherheitsanalyse bei einem Programm wie AnalysePC zunächst vorsichtig ausfällt.

Das Programm
  • läuft als Administrator,
  • liest sehr viele Systeminformationen,
  • verwendet Low-Level-*****,
  • startet Diagnosewerkzeuge
  • und überträgt anschließend einen umfangreichen Bericht.
Aus Sicht eines automatischen Audits sind das natürlich alles Punkte, die Aufmerksamkeit erzeugen.

Gleichzeitig sind genau diese Funktionen notwendig, damit AnalysePC überhaupt eine umfangreiche Windows- und Hardwarediagnose durchführen kann.

Ich finde die Analyse deshalb trotzdem interessant. Einige Punkte bestätigen einfach das erwartete Verhalten des Programms, andere – insbesondere die zusätzliche Integritätsprüfung heruntergeladener Komponenten und eine noch stärkere Filterung potenziell sensibler Kommandozeilen – sind durchaus sinnvolle Verbesserungsvorschläge.

Und falls jemand im Bericht tatsächlich Daten findet, die dort seiner Meinung nach nicht hineingehören, bitte ich ausdrücklich darum, mir ein Beispiel zu nennen. Dann kann ich nachvollziehen, woher die Information stammt und gegebenenfalls die Filterung verbessern.

Ich kenne Codex nicht, aber ich denke, du kannst meine Antwort weiterleiten, damit er dir bestätigt, dass alles, was ich sage, stimmt.

Vielen Dank fürs Testen und für die ausführliche Rückmeldung.

Anmerkung: Ich spreche kein Deutsch, daher werden die Beiträge hier automatisch übersetzt. Der Tonfall ist daher wahrscheinlich etwas förmlich, oder der Inhalt mag Ihnen manchmal etwas „seltsam“ vorkommen.

Re: AnalysePC – Windows-PC automatisch analysieren und Probleme erkennen

Verfasst: 26.08.2026, 17:42
von Holgi
Danke für die umfangreiche Stellungnahme.
Wenn das maschinell übersetzt wurde, dann alle Achtung. Ein guter Übersetzer. Da gibt es nichts auszusetzen.
Ebenso wie @g-force war/bin ich gegenüber einem Upload von Daten skeptisch.
Im Gegensatz zu @g-force habe ich nicht die Software, sondern die Internetseite https://analysepc.malekal.com von der KI prüfen lassen. Da gab so gut wie nichts zu beanstanden.
Meine Frage:
warum muss die Analyse auf einem Fremdrechner durchgeführt werden? Kann man dies nicht auf den lokalen Rechner übertragen?

Re: AnalysePC – Windows-PC automatisch analysieren und Probleme erkennen

Verfasst: 27.08.2026, 08:02
von malekalmorte
Hallo, danke :)

Das ist vor allem eine Architekturentscheidung.

Ich betreibe seit vielen Jahren eine Website und komme daher ursprünglich eher aus dem Web-Bereich. Für AnalysePC wollte ich deshalb bewusst lokale Diagnosefunktionen mit Web-Diensten kombinieren.

Die Erfassung der Systemdaten und ein großer Teil der Diagnose werden zunächst lokal auf dem Rechner durchgeführt. Anschließend werden die für den Bericht benötigten Daten an AnalysePC übertragen, damit dort der HTML-Bericht erzeugt und über einen Link bereitgestellt werden kann.

In Frankreich gibt es mit UserDiag ein anderes Diagnoseprojekt mit einem teilweise ähnlichen Ansatz, insbesondere im Bereich StressTest. Das hat mich ursprünglich auf die Idee gebracht, ein vergleichbares Prinzip zu verwenden, allerdings mit einer deutlich umfassenderen Analyse von Windows, Hardware, Treibern, Ereignissen, Abstürzen usw.

Die Web-Architektur hat für mich außerdem den Vorteil, dass ich die Auswertung, Darstellung und Diagnose-Regeln zentral weiterentwickeln kann, ohne dafür jedes Mal das komplette lokale Programm aktualisieren zu müssen.

Natürlich wäre grundsätzlich auch eine vollständig lokale Variante denkbar.

Aktuell ist aber nicht geplant, die Architektur in diese Richtung zu ändern. AnalysePC ist bewusst als Kombination aus lokalem Diagnosewerkzeug und Web-Dienst konzipiert.

Re: AnalysePC – Windows-PC automatisch analysieren und Probleme erkennen

Verfasst: 27.08.2026, 17:51
von Sinnvoller Beitrag
Ohne mir das Tool jetzt näher angeschaut zu haben, hier meine erste Einschätzung anhand der bisherigen Diskussion.

Im User-Mode kann man bereits mit Admin-Berechtigungen alle relevanten Daten abrufen und analysieren. Einen dedizierten Kernel-Treiber braucht man lediglich für folgende Punkte:
  • Lüfterdrehzahlen
  • Board-Spannungen
  • CPU-Temperatur
  • CPU-Power
  • DIMM-Temperaturen
  • SPD-Rohdaten / XMP-Profile
  • Exakter Ist-Takt
  • Chassis-Intrusion
Die Erfassung dieser Werte ist für eine tiefergehende Analyse unbrauchbar. Es macht schlicht keinen Sinn, sie zu erfassen, aber es sieht halt hübsch aus, wenn die Werte da stehen. Nichts von den Werten stellt jemals einen Fehlerbefund dar. Sie dienen maximal zur Interpretation.

Beispielsweise werden GPU-Temperatur, -Lüfter, -Power, -Takt über NVAPI, AMD ADLX/AGS, Intel IGCL geliefert. Das sind User-Mode-DLLs des jeweiligen Treibers. Auch LibreHardwareMonitor holt GPU-Daten so, nicht über seinen eigenen Treiber. Ausserdem muss der Use-Case nicht lauten "wie warm", sondern "geht etwas kaputt". Es ist daher wichtig, die gelesenen Werte korrekt zu interpretieren. Alles andere ist nutzlos. So kann Event 6008 auf ein defektes oder sterbendes Netzteil hinweisen – muss es aber nicht. Ein Rechner, der Event 37 im Minutentakt schmeisst, hat ein Kühlproblem — ganz gleich, ob der Lüfter mit 0 oder 400 oder 1000 RPM dreht.

Und dann zum Upload der Daten auf eine Website. Mir ist egal, wie viel Reputation eine Website hat. Ein Upload von teils sensiblen, zurückverfolgbaren und für den User nicht ersichtlichen und/oder einord-/bewertbaren Daten ins Internet ist inakzeptabel und bietet dem User absolut keinen Mehrwert. Um Daten weiterzugeben, reicht es vollkommen aus, wenn man das Ergebnis der Analyse als self-contained HTML erstellt. Das funktioniert auf jedem PC, denn es läuft offline im Browser. Und für den eventuell zu beauftragenden Techniker o.ä. könnte man noch technische Details im gleichen HTML in einer aufklappbaren Detailansicht aufbereiten und potenzielle Defekte hervorheben.

Das, was das Tool macht, kann auch vollkommen datenschutzkonform offline laufen. Und wenn man auf den Kerneltreiber, der ein weiteres Risiko mit sich bringt (Stichwort: BYOVD), verzichtet, verliert man maximal 5% der erfassten Daten – eher weniger, weil bei solch einem Tool die korrekte Analyse der Daten viel wichtiger ist, als das Sammeln an sich. Wenn man gezielt im User-Mode Daten sammelt und auswertet, reduzieren sich die 5% auf 1-2%, und die sind in der Regel so oder so für die Analyse irrelevant.

Btw.: Ein Code-Signing-Zertifkat (EV) kostet pro Jahr ca. EUR 200.- Nicht pro Monat. Ich weiss das, denn wir haben bei uns in der Firma genau das.