Die Geschichte eines Admins – wenn die IT funktioniert, macht sie ja angeblich nichts

Interessante, alltägliche Themen und Diskussionen.
Antworten
Benutzeravatar
Holgi
Guru
Guru
Beiträge: 4576
Registriert: 12.05.2018, 12:33
Hat sich bedankt: 701 Mal
Danke erhalten: 1052 Mal
Gender:

Re: Die Geschichte eines Admins – wenn die IT funktioniert, macht sie ja angeblich nichts

Beitrag von Holgi » 14.10.2026, 17:25

Sinnvoller Beitrag hat geschrieben: 14.10.2026, 15:54 Das "Tschüss" als Ass im Ärmel würde ich mit Vorsicht gebrauchen, wenn überhaupt.
Wenn mir jemand mit Kündigung droht, wenn ich ihm keine Gehaltserhöhung zusage, dann lasse ich es drauf ankommen. Denn effektiv ist es genau das: Eine Drohung.
sorry, da hast du mich wohl falsch verstanden.
Es geht um Gehaltsverhandlungen.
Wenn die Gehaltserhöhung begründet ist, dann sollte sie auch gewährt werden.
Ich sollte mir dann aber auch vorher darüber im Klaren sein, was wenn nichts dabei herauskommt.
Evtl. bewirbt man sich nebenher schon mal auf andere Stellen und hat bestenfalls zusagen.
Das wäre mein Ass im Ärmel.
So bin ich im Leben immer verfahren und es lief immer zu meiner Zufriedenheit. Immer zwei- oder sogar mehrgleisig.
Immer ein-/zwei Asse im Ärmel.
PDF24 angepasste Installation (nur PDF Druckertreiber) per Script: viewtopic.php?t=30284
Winget (Desktop App Installer) für Windows Versionen ohne Store installieren (HowTo): viewtopic.php?t=26214
Vorstellung: tiny11builder; Script zur Verschlankung von Windows 11: viewtopic.php?t=30134
Windows StartMenü Empfohlen (Recommended Section) komplett ausblenden: viewtopic.php?t=30574
Hyper-V VM per Script erstellen viewtopic.php?t=25114

Tante Google

Re: Die Geschichte eines Admins – wenn die IT funktioniert, macht sie ja angeblich nichts

Beitrag von Tante Google » 14.10.2026, 17:25


Benutzeravatar
Purgatory
★ Team Blog ★
Beiträge: 853
Registriert: 27.09.2018, 18:52
Hat sich bedankt: 12 Mal
Danke erhalten: 157 Mal
Gender:

Re: Die Geschichte eines Admins – wenn die IT funktioniert, macht sie ja angeblich nichts

Beitrag von Purgatory » 14.10.2026, 20:15

Die Frage ist immer was man will.

Ich arbeite seit 25 Jahren in einem mittelständischen Betrieb, verdiene mehr und hab wahrscheinlich auch mehr Urlaubstage im Jahr als andere. Und das ganz ohne Gewerkschaft oder Betriebsrat. Die Frage ist halt immer was man will. Natürlich muss ich mich einstempeln (einloggen) sobald ich anfange zu arbeiten, und selbiges wenn ich aufhöre zu arbeiten.
Aber, mein Arbeitgeber gibt mir inzwischen viele Freiheiten. An sich sind 45 Minuten Pause über den Tag Programm. Ich gehe mal hier für 5 Minuten raus (ganz ohne mich auszuloggen) und mal da für 5 Minuten raus. Dann gehe ich rüber zum hiesigen Dönerladen und hole mir dann mein Mittag, das verleibe ich mir auch genüsslich ein.
Netto verbringe ich also viel mehr als die 45 Minuten Pause in Freizeit, bekomme sie aber trotzdem bezahlt. Also alles was über die 45 Minuten hinausgeht. Schlussendlich habe ich also ca. 35 Minuten mehr, und keiner fragt nach, mein Chef sowieso nicht.

Das muss man sich, über Zeit, aber auch erarbeiten. Ja, Chefs sind Ar...löcher, mitnichten sind sie das. Geben sie ihr Geld doch für Mitarbeiter aus die ihnen die Arbeit abnehmen sollen. Chefs gehen wann sie wollen, kommen wann sie wollen, haben Urlaub wie sie wollen. Total unfair. Aber es gibt so diesen schönen Spruch: "Selbst und ständig". Ich weiß was mein Chef unter der Haube macht, und selbst im Urlaub regelt er viele Sachen. Während Arbeitnehmer im Urlaub entspannt seine Beine hochlegt ist der Chef der Firma im Urlaub ständig beschäftigt. Selbst und ständig.

Und dann die Kosten die ein Arbeitgeber trägt. Die Lohnkosten sprengen den gesamten Haushalt. Krankenkasse anteilig zahlen ist nur ein Hinweis. Teilzeitarbeitnehmer sind verdammt teuer, arbeiten sie doch nur Hälfte haben aber den selben Urlaubsanspruch.
30 Tage Urlaub als Beispiel heißt 6 Wochen bezahltes Gammeln des Arbeitnehmers für den Arbeitgeber!
Dann noch das Finanzamt, der Arbeitgeber muss Minutengenau die Arbeitszeiten seiner Arbeitnehmer übermitteln, genau erklären warum Gehalt in welchem Maße gezahlt wurde oder auch nicht. Der Verwaltungsaufwand und damit die Kosten sind enorm!

Ich möchte den hier genannten Admin nicht beurteilen, aber es muss einen Grund haben warum es so ist wie es ist.
Ich als Beispiel, in einem Job der mehr als nur fair ist (siehe Pausen), habe meinem Arbeitgeber auch die Pistole auf die Brust gedrückt. Nach dem Motto, mehr Urlaub, weniger arbeiten (von 8 Stunden auf 6 Stunden) bei gleichem Gehalt. Und natürlich(!) hat er nein gesagt, und natürlich hatte ich was in der Hinterhand und mit Kündigung gedroht. Nämlich einen anderen Betrieb der mich, zu gleichen Bedingungen, mit Kusshand aufgenommen hätte. Aber ich hatte eine Option, nämlich die Kündigung mit der Sicherheit sofort wieder eingestellt zu werden (nachweislich). Wenn man das noch garniert mit der Tatsache, dass man betriebliche Abläufe in einem anderem Unternehmen einfließen lassen könnte brechen Chefs gerne ein, und das mit Grund, vor allem wenn man viele Jahre in so einem Betrieb arbeitet.

Dem Admin scheint das Betriebsklima ja generell zu gefallen, und sein Gehalt kann auch nicht so Sch... sein, dass er sich unterbezahlt fühlt. Nur scheinbar hat er sich keinerlei Option geholt um Druck machen zu können.
Mein Chef ist ein liebes Ar...loch, anders kann man das nicht sagen. Ich habe soviele Menschen kommen und gehen sehen. ABER, wenn sie sich einbringen UND für den Betrieb arbeiten und nicht gegen ihn (mehr Geld, mehr Urlaub innerhalb kürzester Zeit) sieht mein Chef auch das Potenzial und das was er verliert wenn er eben solche Menschen gehen lässt. Man muss immer beide Seiten sehen. Alles andere wäre unfair.

Ich bin jetzt 51 Jahre alt, 25 Jahre im Betrieb, kann im Prinzip machen was ich will, kommen wann ich will, gehen wann ich will, Hauptsache ich schaffe mein Pensum. Dreimal habe ich nach mehr Gehalt und mehr Urlaub gefragt, und beim ersten Mal es nur unter genanntem Druck von meinen Chef bekommen. Danach aber immer wieder. Seitdem ist er ein schnurrendes Kätzchen, das man allerdings nicht herausfordern sollte...

Man muss seinem Arbeitgeber gegenüber mit Taten und Selbstbewusstsein glänzen, ansonsten ist man schnell ein Arbeiter der murrend einfach nur tut aber niemals sein Maul aufreisst. Beides muss im Einklang stehen und Situationsbedingt (betrieblicher Status) richtig sein. Aber wenn man über Jahre sein Maul nicht aufreisst... ...dann fehlt es an Selbstbewusstsein.

Sorry, ist nur ehrlich.
Wenn ich 64 Bit intus habe, kann ich auch alles :anstossen:

Hardware:
CPU: Ryzen 9 5900x MB: GA-X570 Aorus Master RAM: GSkill Trident Z Neo 2x16GB @3800 CL14 GPU: Asus TUF Gaming RX9070 @UV SSD/HDD: Samsung 980 Pro 1TB, Kingston KC3000 2TB, WD Black SN850X 4TB, Samsung 870 Evo 4TB, Seagate ST4000DX001 PSU: BeQuiet! Straight Power Platinum 1000W Sound: Soundblaster Z Kühlung: Corsair iCUE H150i RGB PRO XT Case: Lian-Li O11 Dynamic

Benutzeravatar
Captain_Chris
Superhirn
Superhirn
Beiträge: 1155
Registriert: 20.06.2016, 17:57
Hat sich bedankt: 77 Mal
Danke erhalten: 215 Mal
Gender:

Re: Die Geschichte eines Admins – wenn die IT funktioniert, macht sie ja angeblich nichts

Beitrag von Captain_Chris » 15.10.2026, 11:00

Sinnvoller Beitrag hat geschrieben: 14.10.2026, 15:54 Wenn mir jemand mit Kündigung droht, wenn ich ihm keine Gehaltserhöhung zusage, dann lasse ich es drauf ankommen. Denn effektiv ist es genau das: Eine Drohung. Damit ist das Vertrauensverhältnis für mich als Arbeitgeber nachhaltig beschädigt und ich wäre um den Verlust des Mitarbeiters nicht traurig. Je nachdem um was für einen Typ Mensch es sich handelt und wie weit seine Befugnisse gehen, würde ich ihn ggf. umgehend von all seinen Verpflichtungen freistellen und aus dem Büro eskortieren lassen.
Welch sinnvoller Beitrag. :ironie:
Gruß
Captain_Chris

Antworten