Windows10, USB-Bootstick

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Gast

Windows10, USB-Bootstick

Beitrag von Gast » 31.05.2024, 12:42

Ich habe mir einen Multi-Windows-Bootstick erstellt.
Hauptaufgabe ist nicht die Installation eines OS, sondern erstmal nur externes USB-Booten.
Es gibt zwar Tools die das für einen machen, aber vielleicht interessiert ja wie das auch 'zu Fuß' funktioniert.

An Hardware habe ich was mit LED gewählt, weil das Booten manchmal etwas länger dauern kann,
aber man schon an der Blinksequenz erkennen kann, falls es harkt. USB2-Hardware sollte immer funktionieren.

Der Datenträger wird mit diskpart in einer Eingabeaufforderung mit erhöhten Rechten vorbereitet.

[diskpart]
lis dis
sel dis [richtige Zahl, nie die 0]
clean
format quick fs=fat32
activ
exit

So macht das wohl auch das MCT.
Fat32 kann sowohl EFI als auch Legacy (über bootmgr) starten, aber keine Dateien größer 4GB.
Legacy benötigt zusätzlich noch dieses activ, sonst geht erst mal nur EFI.
Würde Legacy auch mit NTFS+activ gehen?

Die notwendigen Ordner und Dateien kopieren wir aus einer im Explorer bereitgestellten Windows-ISO.
Hier nur als Beispiel eine für Windows10 64bit.
Wir benötigen die drei Ordner \boot, \efi, \sources und die Datei bootmgr.
Diese kopieren wir erst mal auf Platte, um dann nicht benötigtes wieder herauszulöschen.
So verbleiben im Ordner \boot nur \de-de, \fonts, \resources, bcd, boot.sdi, bootfix.bin, bootsec.exe und etfsboot.com.
Im Ordner \boot\fonts lediglich 4 Fonts, die drei die mit seg... anfangen und die wgl4_boot.ttf.
Auch im Ordner \efi\microsoft\boot\fonts nur diese 4 Fonts.
Im Ordner \efi\microsoft\boot sonst nur \fonts, \resources, bcd, efisys.bin, efisys_noprompt und die winsipolicy.p7b.
Wir wollen ja weder von CD booten noch memtesten.
In \sources nur die boot.wim, sonst alles raus.
Um Legacy zu booten benötigen wir noch die bootmgr im Stammverzeichnis, aber dann nicht mehr den Ordner efi.
Das kopieren wir mit dem Explorer auf den USB-Datenträger.

BIOS gibt es verschiedene und ist hier nicht das Thema...
Wir booten von extern Legacy (blaues Windows-Logo) oder EFI (mit Herstellerlogo).
Letzte Zeit geht das bei mir nicht mehr über externe USB-Hubs.
Auch wird häufiger ein zweiter Versuch notwendig, je nach BIOS.
Oder das efi muß schon vor dem booten im Bios zur Auswahl stehen...

Obwohl keine Setup.exe auf dem Bootmedium, landen wir in einem Setup.
Diese ist in einem der beiden Indexe der boot.wim enthalten.
Wir klicken uns über dieses Windowssetup zuerst rechts unten dann links unten in eine Eingabeaufforderung.
Hier starte ich praktisch immer Notepad und dessen Dateibrowser als erstes.
Ein 64bit WindowsPE erkennt man übrigens am SysWOW64-Ordner im X:\Windows Verzeichnis.
Jetzt könnte man das Bootmedium entfernen und einen für größere Dateien geeigneten und schnelleren Datenträger anschließen etc...

Ein solches Set habe ich je für Windows8/10/11 in 32/64bit in einem Extraordner auf diesem USB-Bootmedium.
Per 'Auswahl umkehren' und 'Ausschneiden und Einfügen' funktioniert notwendiges Datei-Managment erstaunlich gut.
Für versteckte Dateien gibt es dann noch den aktuellen Explorer++ in 32 und 64 Bit.
Mehr braucht es erst mal nicht.

Tante Google

Windows10, USB-Bootstick

Beitrag von Tante Google » 31.05.2024, 12:42


cmonty14
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Re: Windows10, USB-Bootstick

Beitrag von cmonty14 » 15.06.2024, 17:24

Hallo,
ich würde die hier vorgestellte Lösung gerne umsetzen, habe aber noch div. Fragen wg. Unklarheiten.
- Wo befindet sich das OS? Auf demselben USB Device wie die für das Booten notwendigen Dateien?
- Funktioniert der USB-Bootstick auch mit einem Windows 10 Device, das ursprünglich intern verbaut war und jetzt (wg. HW-Defekt) in einem externen Gehäuse verbaut ist, das per USB angeschlossen wird?

Gast

Re: Windows10, USB-Bootstick

Beitrag von Gast » 16.06.2024, 18:44

Ich glaube, ich habe nicht alle Fragen verstanden.
Der von mir beschriebene USB-Stick beherbergt verschiedene bootbare Windows-PE-Versionen.
Mehr erst mal nicht. Damit lassen sich von diesem externen Datenträger PCs starten und
im Rahmen der Möglichkeiten, die eine boot.wim bietet, auf ein ggf. vorhandenes Windows-System zugreifen.
Statt nur die zum Booten notwendigsten Dateien, kann man natürlich auch alle Dateien einer ISO als weitere Option dort unterbringen, solange noch ausreichend Platz auf dem Stick vorhanden ist und die verwendete install.esd kleiner als 4GB, also nicht zu groß für das fat32-Dateisystem ist.
Das wäre dann ein ganz normales Installationsmedium.
Größere install.esd-Dateien könnte man zwar auch noch umwandeln und dann in fat32-konforme Teilstücke aufteilen,
aber da würde ich dann auch eher die bekannten Tools empfehlen.
Etwas umständlich: Zuerst ein Windows10 vom fat32-Stick und dann gleich danach ein Windows11 online oder von einem ntfs-Datenträger per Inplace-Upgrade installieren.
Ob man aus der Eingabeaufforderung einer boot.wim von diesem fat32-Stick heraus eine zweite setup.exe, dann von einem ntfs-Datenträger starten kann, habe ich nicht getestet.

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Re: Windows10, USB-Bootstick

Beitrag von moinmoin » 16.06.2024, 18:48

Ich hoffe,ich hab deine Frage richtig verstanden.
Warum nutzt du nicht Ventoy?
Dort brauchst du dann nur die ISOs reinziehen und diese sind bootfähig.
https://www.deskmodder.de/blog/2024/06/ ... ge-fehler/

Gast

Re: Windows10, USB-Bootstick

Beitrag von Gast » 17.06.2024, 10:35

Genau.
Weiter ausführend kann man mit einem vom MediaCreationTool vorbereiteten USB-Stick auch prima ein aktuelles Linux installieren.
Dazu löscht man mit dem Explorer alle, auch versteckte Dateien vom USB-Bootstick,
stellt die Linux-ISO im Explorer bereit und kopiert alle Dateien von dort auf den Stick.
Das funktioniert hier auch so lange, wie die größte Datei dieser bereitgestellten Linux-ISO kleiner 4GB bleibt.
Bei Bootproblemen liegt es dann nicht am Stick, sondern an anderer Hardware oder BIOS-Settings.
Dazu noch ein Tipp:
Ich habe eine SATA-SSD von ihrem 2,5Zoll-Gehäuse befreit. Dadurch wurde eine auf dem PCB vorhandene LED sichtbar.

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